Bilder von Beatrice Weineck und Ursel Vinzens

Unabhängig von ihrem bewussten Willen. Dann kam sie nach Ägypten und sie entdeckte, dass es viele dieser Figuren dort schon lange gab. In Keilschriften und Wandflächen, auf Papyrus gezeichnet, in Felswände gekratzt, auf Schiefertafeln versteinert.

Sie fügte Farben hinzu und verwendete diese Elemente in einer neuen, westlich geprägten Manier. Sie erzählt kleine Geschichten von zum Teil starker Gewalt. Tierähnliche Wesen, in der ägyptischen Mythologie völlig alltäglich, erscheinen uns bisweilen fremd und trotzdem sind sie uns ganz nah. „Das Abbild der Wirklichkeit …. erscheint uns als Realität.“

Beatrice Weinecks Werk ist „konkret“, ohne konkretes zu zeigen, „wirklich“, ohne Wirklichkeit abzubilden, „kraftvoll“ ohne Kräfte aufzuzwingen.


Martin Heidegger (*1889) schrieb lapidar:
„Ein Bild hängt an der Wand wie ein Jagdgewehr oder ein Hut.“
Viktor Hugo (*1802) dagegen: „ Es gibt nichts Mächtigeres auf der Welt, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

Philosophisch gesehen stimmt beides. Die tägliche Wahrhaftigkeit aber wird – wie so oft – irgendwo dazwischen liegen. Es kommt halt – wie immer - auf den Betrachter an.
 
hier blättern